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Studiobühne journal.lu - 26.10.2014           Säit 1 / 2   Balli Baldauff hat das gesamte Album in seinem Heimstudio eingespielt Foto: Didier Sylvestre ÜBERSYREN PATRICK VERSALL Kabarettmusiker Balli Baldauff hat seine lange Karriere auf eine Platte gepackt Die neue Platte „De frustréierte Cabaretsmuseker“ hätte einen kleinen Aufkleber mit der Aufschrift „100 Prozent Balli Baldauff“ verdient: Von den Liedtexten einmal abgesehen stammt alles auf der Scheibe aus der Feder des luxemburgischen Musikers und Komponisten Balli Baldauff, der seit über 40 Jahren die Musik für Kabarettstücke schreibt und alles andere als frustriert ist über die Rolle, die er besetzt. Der Titel der 25 Titel umfassenden Anthologie ist eher selbstironisch gemeint und verweist auf eine Rolle, in der Baldauff vor einem Vierteljahrhundert in der „Nuits des Cabarets“ im Kapuzinertheater zu sehen war. Die Texte stammen u.a. von Jemp Schuster und Josy Braun. Baldauff hat nicht nur alle Titel selbst komponiert und in seinem eigenen Heimstudio eingespielt, bzw. eingesungen, sondern auch die gesamte Produktion aus der eigenen Tasche finanziert. Er trage alleine das finanzielle Risiko, erwidert er auf die Frage, ob er Subventionen für die Produktion beantragt habe. Ein Jahr lang wurde an der Platte gearbeitet, erklärt Baldauff, während er ganz gemächlich durch ein längliches Zimmer im Untergeschoss seines Einfamilienhauses schreitet. „Vielleicht sind es aber doch eher zwei Jahre gewesen“, korrigiert er sich. Kunstvoll gestaltete Plakate von Kabarett- und Theaterproduktionen hängen an den Kellerwänden und verwandeln so den spärlich eingerichteten Raum in eine Zeitreisekapsel, die seine Insassen durch die luxemburgische Theater- und Kabarettgeschichte transportiert. Ja, die Idee seine Kompositionen auf Platte zu pressen habe schon länge in ihm geschlummert, erzählt Baldauff, der heute regelmäßig seine Kollegen des „Kabarä Feierstëppler“ in seinem Haus proben lässt. Tipps von Exemo Baldauff steigt die Treppen hoch ins zweite Obergeschoss und nimmt in seinem kleinen Tonstudio hinter Rechnern und Reglern Platz. „Kein ganz modernes Studio“, erklärt er schmunzelnd. Hier hat er nicht nur die älteren Titel umarrangiert und neu eingespielt, sondern auch vier bisher unveröffentlichte Stücke aufgenommen, die er für die Feierstëppler komponiert hat und die es auf die Platte geschafft haben. Bei Kabaretttiteln sei es wichtig, dass der Hörer, auch auf der Platte, die Texte gut verstehe, unterstreicht Baldauff, während er sich entspannt in seinem Arbeitsstuhl zurücklehnt. Wertvolle Tipps für die Produktion holte er sich bei einem ganz Jungen der luxemburgischen Musikbranche: Jonathan Reichling aka Exemo. „Als ich alle Titel eingespielt hatte, bat ich Jonathan sich die Stücke anzuhören und mir Verbesserungsvorschläge zu unterbreiten.“ Bei Baldauffs aktuellem Werk handelt es sich um eine der wenigen luxemburgischen Platten mit Kabaretttiteln, die je veröffentlicht wurden. Somit ist „De frustréierte Cabaretsmuseker“ nicht nur eine Art Gedächtnisstütze für den Komponisten - „Dank der CD weiß ich stets, was ich in den letzten Jahren gemacht habe“ -, sondern auch ein musikalischer Zeitzeuge. „De frustréierte Cabaretsmuseker“ kann man auf der Internet-seite des Künstlers erwerben oder überall dort, wo das „Kabarä Feierstëppler“ seine Zelte aufschlägt - www.balli.lu.